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Website-Audit: So prüfen wir Ihre Website in 13 Bereichen

Eine Website kann gut aussehen und trotzdem Abmahnrisiken, Sicherheitslücken oder verschenkte Sichtbarkeit enthalten. Unser Website-Audit macht genau das sichtbar. Wir zeigen Ihnen offen, wie wir vorgehen, welche Inhalte wir prüfen und was Sie am Ende in der Hand halten.

Von Pascal Weltz Stand: Lesezeit ca. 9 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 13 Prüfbereiche von Impressum und Cookie-Banner über Google-Ranking und KI-Suche bis zu Domain, DNS und Barrierefreiheit.
  • Jeder Befund mit Fundstelle, Priorität und Aufwand – nichts geschätzt, nichts erfunden.
  • Punktwerte von 0 bis 100, vergleichbar mit unserem laufenden Website-Monitoring.
  • Ergebnis: ein PDF-Report mit Maßnahmenplan in drei Stufen und ausführlichen Anhängen.

Grundsätze

Unsere Spielregeln für jedes Audit

Kurz gesagt: Wir prüfen gründlich, aber nur von außen und nur mit Belegen. Jede Website durchläuft dieselbe Prüfliste. So sind Ergebnisse nachvollziehbar und spätere Berichte vergleichbar.

  • Nur belegte Fakten: Jeder Befund nennt seine Fundstelle – eine URL, einen Header, einen DNS-Eintrag oder eine Beobachtung auf der Seite. Was wir nicht prüfen konnten, steht ausdrücklich im Report.
  • Passiv und schonend: Wir lesen nur, was öffentlich abrufbar ist. Keine Login-Versuche, keine Lasttests, kein Ausprobieren von Schwachstellen.
  • Keine Daten in Formulare: Wir senden keine Formulare ab, legen keine Konten an und lösen keine Testbestellungen aus. In Shops füllen wir höchstens den Warenkorb und leeren ihn danach wieder.
  • Keine Recherche zu Personen: Fehlende Angaben, etwa zur Geschäftsführung, markieren wir als offenen Punkt – wir suchen sie nicht über Social Media zusammen.
  • Aktueller Stand: Vor jedem Audit gleichen wir die Rechtslage und die neuesten Google-Updates ab.

Unser Audit ist eine fachliche Einschätzung aus IT- und Marketingsicht und keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Befunden nennen wir die einschlägige Norm, etwa § 5 DDG oder Art. 13 DSGVO, geben aber keine abschließende rechtliche Bewertung ab.

Überblick

Die 13 Prüfbereiche auf einen Blick

Jeder Bereich wird im Report zu einem eigenen Kapitel mit nummerierten Befunden.

Nr.BereichKernfrage
1Impressum und PflichtangabenSind alle Angaben nach § 5 DDG vollständig, aktuell und von jeder Seite erreichbar?
2DatenschutzerklärungPasst die Erklärung zu dem, was die Website tatsächlich tut?
3Cookie-Banner und EinwilligungLädt Tracking erst nach Zustimmung – und ist „Ablehnen“ so einfach wie „Akzeptieren“?
4Eingebundene Tools und DiensteWelche Fremddienste laden, und welche davon sollten bleiben, angepasst oder ersetzt werden?
5Shop und ProdukteStimmen Preis-, Versand- und Produktangaben? (nur bei Shops)
6Google-Ranking und SichtbarkeitAuf welchem Platz stehen Sie für die Begriffe, mit denen Kunden suchen?
7SEOSind Überschriften, Titel, Inhalte und Technik sauber für Suchmaschinen aufbereitet?
8SEA, Shopping und TrackingLaufen Anzeigen, und wird ihr Erfolg datenschutzkonform gemessen?
9GEO und KI-SichtbarkeitKönnen ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten Ihre Inhalte finden und zitieren?
10Leistung, Sicherheit und HealthIst die Seite schnell, verschlüsselt und gegen gängige Angriffe abgesichert?
11BarrierefreiheitIst die Website für alle nutzbar – und fallen Sie unter das BFSG?
12Domain, DNS und E-MailSind Domain und E-Mail gegen Ablauf, Spam und Missbrauch geschützt?
13Inhalt, Gestaltung und ConversionVersteht ein Besucher in fünf Sekunden, was Sie anbieten und wie er Sie erreicht?

Recht und Datenschutz

Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner und Tools

Hier liegen die meisten Abmahnrisiken. Deshalb prüfen wir diese Bereiche anhand fester Prüflisten Punkt für Punkt.

Impressum nach § 5 DDG

  • Erreichbarkeit von jeder Seite mit höchstens zwei Klicks, auch mobil und nicht vom Cookie-Banner verdeckt
  • Pflichtangaben je Rechtsform: Firma wie im Register, Vertretungsberechtigte, ladungsfähige Anschrift, zwei direkte Kontaktwege, Registereintrag, USt-ID
  • Branchenangaben, etwa Aufsichtsbehörde bei Maklern oder Kammer und Berufsbezeichnung bei reglementierten Berufen
  • Veraltete Angaben wie „§ 5 TMG“ oder der Link zur EU-Streitschlichtungsplattform, die seit Juli 2025 abgeschaltet ist
  • Widersprüche zwischen Impressum, Footer, Kontaktseite und Google-Unternehmensprofil

Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO

Wir prüfen nicht nur, ob die Pflichtinhalte vorhanden sind – Zwecke, Rechtsgrundlagen, Speicherdauer, Drittlandübermittlung, Betroffenenrechte. Entscheidend ist der Abgleich mit der Wirklichkeit: Fehlen Abschnitte für Dienste, die tatsächlich laden? Stehen Dienste drin, die längst nicht mehr genutzt werden? Ist der Hoster richtig benannt? Veraltete Begriffe wie „Privacy Shield“ oder „TTDSG“ fallen dabei ebenfalls auf.

Cookie-Banner im Test mit drei Zuständen

  1. Vor jeder Auswahl: Werden schon Tracking-Dienste, Google Fonts, YouTube oder Karten geladen?
  2. Nach „Alle ablehnen“: Dürfen nur noch technisch notwendige Dienste aktiv sein – feuern trotzdem Tracker, ist das ein schwerer Befund.
  3. Nach „Alle akzeptieren“: Welche Dienste kommen hinzu, und sind sie alle im Banner und in der Datenschutzerklärung genannt? Danach testen wir den Widerruf.

Dazu kommt die Gestaltung: „Ablehnen“ muss auf der ersten Ebene gleichwertig zu „Akzeptieren“ sein, ohne vorausgewählte Häkchen und ohne Tricks bei Farbe oder Beschriftung. Kein Banner ist übrigens völlig in Ordnung, wenn die Website nur cookielose Statistik nutzt – das werten wir als positiven Befund.

Inventar aller eingebundenen Tools

Vom Baukasten über Schriftarten, Analyse- und Werbe-Tags bis zu Karten, Videos, Chat-Widgets und Bewertungs-Siegeln: Wir erfassen jedes Tool mit Zweck, Anbieter und Sitz, Einfluss auf die Ladezeit und Wartungszustand. Für jedes Tool gibt es eine klare Empfehlung – Behalten, Anpassen, Ersetzen oder Entfernen – mit konkreter Alternative, etwa Google Fonts lokal einbinden oder YouTube-Videos per Zwei-Klick-Vorschau einbetten.

Sichtbarkeit

Google-Ranking, SEO, Anzeigen und KI-Suche

Google-Ranking als Stichprobe

Wir legen 8 bis 15 Suchbegriffe fest: Ihren Firmennamen, Ihre Leistungen mit Ort und Nachbarort sowie typische Kundenfragen. Für jeden Begriff halten wir Ihre Position, die rankende Unterseite, die stärksten Mitbewerber und die Sonderelemente der Suche fest – Anzeigen, Kartenergebnisse, KI-Übersicht und „Nutzer fragen auch“. Dazu prüfen wir Ihre Markensuche, die Indexierung und die strukturierten Daten. Eine Gegenprobe in Bing zeigt, wie Copilot und Teile der ChatGPT-Suche Sie sehen.

SEO von der Überschrift bis zur Weiterleitung

  • Überschriftenstruktur: Für jede Seite die vollständige Gliederung H1 bis H6 – genau eine passende H1, keine Sprünge, keine Überschriften als bloßes Gestaltungsmittel. Für jede Seite schlagen wir eine bessere H1 vor.
  • On-Page: Seitentitel, Meta-Beschreibungen, URLs, Textumfang, Bilder mit Alt-Text, interne Verlinkung, defekte Links, strukturierte Daten und Vorschau in sozialen Netzwerken
  • Technik: robots.txt, Sitemap, Weiterleitungen, Mobilansicht, Inhalte im ausgelieferten HTML statt nur per JavaScript
  • Inhalte und Vertrauen: Suchintention, Inhaltslücken, mehrere Seiten zum selben Thema sowie Signale für Erfahrung und Vertrauen wie Über-uns-Seite, Referenzen und echte Bewertungen
  • Local SEO: Google-Unternehmensprofil, einheitliche Firmendaten in Verzeichnissen und Sichtbarkeit im Kartenbereich

Anzeigen und Tracking

Wir erkennen eingebundene Werbe-Tags, schauen in die öffentlichen Anzeigenbibliotheken von Google und Meta und prüfen, ob Mitbewerber auf Ihren Markennamen werben. Wichtig ist uns die Messung: Laden Tags erst nach Einwilligung, und ist der Google Consent Mode v2 richtig eingestellt? Auch ohne laufende Kampagnen schätzen wir ein, welche Anzeigenformen sich lohnen könnten.

GEO: Sichtbarkeit in KI-Antworten

Dürfen die Such-Bots von ChatGPT, Claude, Perplexity und Google Ihre Seite lesen, oder sperren robots.txt oder Firewall sie aus? Stehen Angebot, Ort und Alleinstellungsmerkmale in klaren, zitierfähigen Sätzen? Mit 5 bis 8 Testfragen prüfen wir stichprobenartig, welche Quellen KI-Antworten nennen. Weil GEO ein junges Feld ohne verlässliche Messwerte ist, ordnen wir unsere Empfehlungen ehrlich als bewährte Praxis ein. Mehr dazu auf unserer Seite SEO und KI-Suche.

Technik und Zugang

Leistung, Sicherheit, Barrierefreiheit, Domain und E-Mail

Leistung und Sicherheit

Wir messen die Ladezeit mobil und am Desktop mit PageSpeed Insights und vergleichen die Core Web Vitals mit Googles Zielwerten. Für die Sicherheit werten wir öffentliche Tests wie SSL Labs, Mozilla Observatory und internet.nl aus und prüfen Zertifikat, HSTS und die Sicherheits-Header. Bei Systemen wie WordPress schauen wir, ob Versionen veraltet sind oder Dateien offen im Netz liegen, die dort nicht hingehören – rein durch Aufruf, ohne etwas auszuprobieren.

Barrierefreiheit nach BFSG und WCAG

Seit dem 28.06.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Angebote mit Vertragsschluss gegenüber Verbrauchern, etwa Onlineshops und Online-Buchungen. Wir schätzen ein, ob Sie voraussichtlich betroffen sind. Automatische Tests finden erfahrungsgemäß nur etwa ein Drittel der Probleme, deshalb prüfen wir zusätzlich von Hand:

  • Bedienung nur mit der Tastatur, mit sichtbarem Fokus und ohne Tastaturfalle
  • 200 % Zoom und schmale Bildschirme ohne Inhaltsverlust
  • Kontraste, Alt-Texte, Untertitel und Pause-Möglichkeit bei Animationen
  • Formulare mit sichtbaren Beschriftungen und verständlichen Fehlermeldungen
  • Barrierefreiheits-Overlays, die echte Konformität nicht ersetzen

Domain, DNS und E-Mail

Läuft die Domain ab, sind Website und Postfach auf einen Schlag weg. Wir lesen deshalb Status und Ablaufdatum direkt aus den Registry-Daten und prüfen die komplette DNS-Zone: SPF, DKIM und DMARC gegen gefälschte Absender, dazu DNSSEC, CAA, MTA-STS und öffentlich erreichbare Testumgebungen. Wie die Einträge zusammenspielen, erklären wir im Ratgeber DNS-Verwaltung.

Inhalt, Conversion und KI-Kennzeichnung

Zum Schluss der Blick des Besuchers: Sind Angebot und Kontaktweg in fünf Sekunden klar? Gibt es auf jeder Leistungsseite eine Handlungsaufforderung, echte Vertrauenselemente und kurze Formulare? Setzt die Website einen KI-Chatbot ein, prüfen wir außerdem, ob er nach Art. 50 der KI-Verordnung als KI erkennbar ist.

Bewertung

So bewerten wir die Befunde

Jeder Befund bekommt eine Priorität und eine Aufwandsschätzung. So sehen Sie sofort, was dringend ist und was sich nebenbei erledigen lässt.

PrioritätBedeutungAbzug
HochRechtliches oder Sicherheitsrisiko, spürbarer Verlust an Sichtbarkeit oder Umsatz – zeitnah beheben−25 Punkte
MittelDeutliche Schwäche – in den nächsten Wochen oder mit dem Relaunch beheben−10 Punkte
NiedrigVerbesserung mit kleinem Aufwand−3 Punkte

Jeder Bereich startet bei 100 Punkten. Ab 80 Punkten ist er grün, zwischen 50 und 79 gelb, darunter rot. Der Aufwand wird in drei Stufen angegeben: S unter einer Stunde, M bis zu einem Tag, L mehr als ein Tag.

Vier Bereiche weisen wir genau so aus wie in unserem Website-Monitoring: Health & Sicherheit, SEO-Grundlagen, Google-Ranking sowie Domain & DNS. Dazu kommen Recht & Datenschutz, Barrierefreiheit, GEO, SEA & Tracking sowie Inhalt & Conversion. Der Gesamtwert ist der Mittelwert aller geprüften Bereiche. So lässt sich jeder spätere Monitoring-Bericht direkt mit dem Audit vergleichen.

Ergebnis

Was Sie am Ende erhalten

Sie erhalten einen PDF-Report in klarer Sprache. Er ist so aufgebaut, dass Sie die erste Seite in zwei Minuten erfassen und bei Bedarf bis ins Detail einsteigen können.

  1. Zusammenfassung: Gesamtwert, die vier Monitoring-Werte als Ampel, ein Hinweiskasten mit allem, was dringend ist, sowie Kennzahlen zu Ladezeit, Sichtbarkeit, Recht und Barrierefreiheit.
  2. Prüfumfang: Was geprüft wurde, was nicht – und was bereits gut funktioniert.
  3. 13 Kapitel mit Befundtabellen: Jede Zeile mit Nummer, Priorität, konkretem Befund samt Fundstelle, umsetzbarer Empfehlung und Aufwand.
  4. Maßnahmenplan in drei Stufen: sofort innerhalb von zwei Wochen, mit dem Relaunch bzw. in ein bis drei Monaten, danach laufend.
  5. Anhänge: Seitenübersicht, Überschriftenstruktur je Seite, Google-Ranking, GEO-Testfragen, Impressum-Prüfliste, Datenschutz-Abgleich, Cookie-Test, Tool-Inventar, Barrierefreiheits-Protokoll, DNS-Zone und eine Stammdatenliste mit allem, was noch fehlt oder bestätigt werden muss.

Grenzen

Was das Audit bewusst nicht leistet

Ehrlichkeit gehört zum Ergebnis. Deshalb benennt jeder Report seine Grenzen ausdrücklich:

  • Keine kostenpflichtigen SEO-Tools, keine vollständige Backlink-Analyse und keine Suchvolumen
  • Rankings und KI-Antworten als Stichprobe – sie hängen von Standort und Personalisierung ab
  • Keine Prüfung im Backend Ihres Systems und keine Penetrationstests
  • Barrierefreiheit als Stichprobe ohne vollständigen Test mit Screenreader
  • Keine Rechtsberatung

Häufige Fragen

Brauchen Sie Zugangsdaten zu meiner Website?

Nein. Das Audit läuft vollständig von außen über öffentlich verfügbare Daten. Zugänge brauchen wir erst, wenn wir Maßnahmen für Sie umsetzen.

Funktioniert das Audit auch mit WordPress, Wix oder einem Shop?

Ja. Wir prüfen Websites unabhängig vom System und vom Hoster, auch wenn sie nicht von uns stammen. Bei Shops kommt ein eigener Prüfbereich für Preis-, Versand- und Produktangaben hinzu.

Was ist der Unterschied zum Website-Monitoring?

Das Audit ist die einmalige, tiefe Bestandsaufnahme in 13 Bereichen. Das Website-Monitoring prüft danach regelmäßig vier Kernbereiche mit denselben Punktwerten – so sehen Sie, ob sich Ihre Website verbessert, und Fristen wie der Ablauf Ihrer Domain bleiben im Blick.

Ersetzt das Audit eine Rechtsberatung?

Nein. Wir prüfen aus IT- und Marketingsicht und nennen bei rechtlichen Befunden die einschlägige Norm. Für eine verbindliche Bewertung wenden Sie sich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt.

Setzen Sie die Empfehlungen auch um?

Gern. Wir setzen die Maßnahmen selbst um oder begleiten Ihr Team – je nachdem, was für Sie wirtschaftlicher ist. Für die laufende Pflege bieten sich unsere Care-Pakete an.

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